Optische Vermessungen

Durch eine stereokopische Bilderfassung ist es möglich, alle 3 Koordinaten von jedem einzelnen Pixel zu errechnen.

Eine optische Messung kann die für die Messoptik sichtbaren Bereiche zu 100% ausleuchten und erfassen. Auch Bereiche, die in einer Zeichnung nicht explizit gefordert sind, können vermessen und dargestellt werden.

Vorteile der optischen Vermessung

  • Mitunter sehr schnelle Ergebnisse
  • Eine sehr gute Übersicht über die Gesamtgeometrie
  • Für das Visualieren von mit einer optischen Messmaschine GOM ATOS vermessenen Werkstücken steht ein kostenfreier Reader zur Verfügung (kann von der GOM-Website runtergeladen werden, gegen Preisgabe der eigenen Kontaktdaten)
  • Sehr hohe Punktedichte, die bspw. ein Redesign des Werkstücks überhaupt erst ermöglicht

Nachteile der optischen Vermessung

  • Gegenüber taktilen und scannenden Messungen
    • Um den Faktor 10 ungenauer
    • Palettenbetrieb nicht möglich
    • Zeit- und Kostenaufwand für das 2. bis x.te Teil sind nahezu genauso hoch, wie für das erste Teil
    • Teile müssen oberfächentechnisch mit einer Titanoxyd-Besprühung behandelt werden, um Spiegelungen und Reflexionen zu vermeiden. Zusätzlich dazu müssen die Referenzmesspunkte auf der Oberfläche aufgeklebt werden

Anwendungen der optischen Vermessung

  • Alle Teile deren Abmessungen nicht größer sind als eine DINA4-Seite
  • Vermessung von Hohlräumen, die bspw. für taktiles Vermessen aufgrund ihrer Tiefe nicht geeignet sind und ohne Ausleuchtung gut einsehbar sind, sodass die optische Messmaschine ohne Probleme "hineinschauen" kann
  • Klassisches Redesign von unbekannten Geometrien